HAUT

Die Marienkapelle

Die Marienkapelle oder Kapelle der Maria Heimsuchung ist ein katholisches Bauwerk in Nevers, Frankreich.

Die Marienkapellein der Rue Saint Martin ist die ehemalige Kirche des Ordens von der Heimsuchung Mariens. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Durch ihre Fassade lässt sie sich dem Barock zuordnen, was einmalig im Nivernais und in Frankreich selten ist. Es ist das einzige Relikt des Ordens von der Heimsuchung Mariens, der 1610 vom heiligen Franz von Sales und der heiligen Johanna von Chantal gegründet wurde. Die Anwesenheit der Nonnen wurde stark kritisiert. Tatsächlich kaufen sie Häuser, um sich auszubreiten und entvölkern so die Straße. Die Abtei Saint Martin willigt schließlich ein, den Nonnen einen Teil ihrer Ländereien zu geben, die so das Frauenkloster und die Kapelle errichten können. Luisa Maria Gonzaga setzt 1639 den ersten Stein der Kapelle und 1643 wird diese fertiggestellt.

Während der Revolution verlassen die Schwestern das Kloster, welches zum Nationalgut und schließlich 1806 den Charité-Schwestern von Nevers überlassen wird. 1927 wird das Kloster vom Staat an die Stadt Nevers verkauft, die die Gebäude und aus Versehen auch den Chor der Nonnen – wesentlicher Bestandteil der Kapelle, die schon unter Denkmalschutz stand – abreißen lässt.

Im Inneren befindet sich der bemerkenswerte, 1641 vom Bildhauer Claude Collignon, der auch die Fassade gestaltete, errichtete Altaraufsatz. Dort kann man ebenfalls das Gemälde der Heimsuchung Mariens bestaunen, das von schwarzen Marmorsäulen und goldenen Kapitellen umrahmt ist.

Es ist möglich, die Kapelle in den Sommermonaten während der Tage der offenen Tür zu besichtigen (Informieren Sie sich beim „Service Municipal d'Animation du Patrimoine“ über die Öffnungszeiten)

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